Dienstag, 10. Februar 2015

Auf dem Biohof

Liebe Freunde!
Seit ein paar Tagen bin ich auf einem Biohof in der Naehe von Santa Cruz.
Ich arbeite hier mit tropischen Gewaechsen, verkaufe Eis und entdecke viele verschiedene Dinge.
Mir geht es hier sehr gut. Ich melde mich so schnell ich kann wieder.
Euer Stephan

Samstag, 7. Februar 2015

Ueberall Stimmen

Schon am Morgen hoere ich Stimmen. Eine laute durchdringende Stimme. Fast ein wenig beaengstigend. Tief und schrill. Es ist der Zeitungsverkaeufer.
Vor den Kirchen wehklagen Bettler. Sie rufen weinerlich und schwenken ihre Huete. Manche sitzen auch vor den Cafes in der Stadt, andere laufen umher. Auf dem Platz betteln nicht zu leise Kinder.
Beim Mittagessen rufen die Frauen hinter ihren Toepfen. Sie preisen ihr essen an. Da jede den Kampf um die Gaeste gewinnen will, werden ihre Stimmen immer lauter. Manchmal versuchen sie sich gegenseitig zu uebertoenen.
Am Nachmittag auf dem Friedhof erlebe ich Frauen, die mit einem gebetaehnlichem Gesang einem Verstorbenen gedenken. Sie sitzen am Hauptweg, dort, wo die meisten vorueber ziehen.
Und spaet am Abend auf vielen Strassen der Stadt, da huepfen und tanzen bei Trommeln und Trompeten verschiedene Faschingsgruppen. Da wird gesungen und geschrieen.
Ueberall hoere ich Stimmen. In Deutschland passiert mir soetwas fast nie...

Freitag, 6. Februar 2015

Durchs Glas

Es ist ein Tag, wo ich wieder einmal auf dem Markt: "Mercado Campensino" bin. Mich faszinieren die Menschen, die dort unterwegs sind, aber auch die, die ihre Produkte anbieten. Sehr viele von ihnen kommen von den kleinen Doerfern im Gebirge. Es werden Kartoffeln, Aepfel und viele andere Fruechte angeboten. Doch gibt es auch unendlich viele Staende fuer Kleidung wie auch fuer Haushaltsgeraete.
Dieser Markt ist ein ganz besonderer Markt, denn er erstreckt sich ueber ein gesamtes Stadtviertel. Immer wieder kommt es in den Strassen zu Staus, denn in den Strassen stehen Staende, sind viele Menschen unterwegs, und ausserdem versuchen sich Fahrzeuge und Busse einen Weg zu bahnen.
Ich wollte die Menschen nicht direkt fotografieren. So habe ich spaeter  aus dem Busfenster ein paar Fotos aufgenommen.






Lange Zoepfe

Gestern war ich auf dem Mercado Campensino. Da begegneten mir viele Frauen mit langen Zoepfen. Das hat mich sehr beeindruckt. Ich moechte euch davon einen kleinen Eindruck vermitteln.






Montag, 2. Februar 2015

Tiere fuer Donja

Fuer einige Kinder sind diese Fotos. Gestern wuenschte sich Donja Tierbilder zu sehen.
Leider bin ich zum Fotografieren von viele Tiere zu langsam, aber diese Tiere konnte ich aufnehmen.


Sonntag, 1. Februar 2015

Die Faschingszeit ist nass und laut

Es ist erster Februar und die Faschingszeit beginnt. Da ich etwas aengstlich bin, laufe ich jetzt ganz vorsichtig durch die Strassen.
Am Nachmittag ging es los. Ich wollte gerade in einem Park lernen, da geriet ich fast zwischen die Fronten. Jugentliche bewarfen sich mit Wassertueten. Besonders hart traf es manche Maedchen, die mit ihren Roecken nicht so schnell fliehen konnten.
Dann lief ich zum Friedhof, da ich annahm, dass dieser Ort ein geschuetzter Ort ist. Doch auf dem Weg warteten viele Familien mit Wasserbeuteln an ihren Haustueren. Mehrmals musste ich rennen, um nicht nass zu werden.
Auf dem Rueckweg haette mich fast ein Beutel getroffen. Zum Glueck wurde er von Zweigen abgelenkt. Es wirkte wie eine Studentengruppe, die hier auf Opfer wartete. Dann kamen andere Jugentlichen und schossen aus Autofenstern und von der Ladeflaechen eines Kleintransporters. Oh, wie soll es weiter gehen? Soll das nun 17 Tage so laufen? Ich habe mir sagen lassen, dass der Fasching bis zum 17.Februar gehen soll.
Manche Gruppen nehmen auch gefaerbtes Wasser. Andere setzen sogar verschieden gefaerbte Pulver ein.
Es ist nun Freitag. Seit gestern ziehen laute Faschingsgruppen mit Trommeln und Trompeter durch die Strassen. Die Faschingsfans hüpfen und springen. Von den Seiten wird mit Wasser gespritzt. Gestern waren in dunkler Stunde ungefähr viel Gruppen gleichzeitig unterwegs. Ich habe mit meinen Lehrern, Daniel und José,  einen Abschiedsabend. Beide mögen diesen Fasching strudel nicht so sehr, da man oft so nass gespritzt wird und davon frieren muss. Ausserdem seien recht viele Fans gründlich betrunken.
In einer Stunde breche ich mit dem Bus nach Santa Cruz auf, was ich morgen früh erreichen werde. Dort sind die Faschingszeit ten wieder etwas anders. Ich bin gespannt. Da ich mich dort in den Tropen befinde, wird das Wasser vermutlich eine angenehmerere Rolle spielen.

Mich lockt eine unsichtbare Stimme

Immer wieder treibt es mich zu ihm hin. Es vergeht kaum ein Tag ohne ihn. Manchmal lande ich einfach bei ihm, kann mich nicht wehren, bin dann einfach da. Es zieht mich durch Gänge, weiter über Treppen auswärts, durch Menschenmengen, und dann sitze ich inmitten einer fast religiösen Gruppe, vereint beim Essen.
Obwohl man mich warnt, berechtigt warnt, es sei gefährlich.  Trotzdem zieht mich eine unsichtbare Stimme an, immer wieder. Die Stimme ruft und ich beschleunige meine Wege, ändere mitunter auch meine Route hin zu diesem Ort.
Ganz am Anfang hatte ich gegenüber mit dem Franzosen ein Quartier. Wir mussten nur über die Straße gehen. Über Gänge, Treppen und Menschenmengen gelangten wir in einen von vielen Speisesäalen. Dort saßen schon unendlich viele - genauso angezogene - um Tische beim Essen. Als uns nun die mit weißen oder blauen Schirtzen gekleideten  Frauen hinter ihren Töpfen sahen, begannen sie nacheinander ihr Essen anzupreisen, denn alle wollten uns als ihre Gäste - an ihrem viel zu kleinen Tisch - haben. Wir schauten auf die unterschiedlich gefüllten Teller und mussten uns schnell entscheiden, da jede Frau auf ihre Weise drängte.
Meist gibt es eine typisch Speise. Reis mit Gemüse,  wozu hier auch Kartoffeln und Zwiebeln zählen, dann Fleisch, darüber ein Ei, Tomate, eine gebratene Banane und noch ein gegrilltes Würstchen. Manchmal gibt es auch Kartoffeln mit Nudeln und Hühnchen mit einer scharfen Tomatensauce. Dazu noch etwas Graues was ich nicht kenne. Ich habe mich noch nicht getraut, es zu probieren.
Auch am Morgen zog es uns ins Getümmel. Doch den Kaffee gab es an einer anderen Stelle. Auch die Brötchen und die Avocados mussten wir uns an verschiedenen Ständen besorgen. Doch nach diesen Erledigungen,  fand unser Frühstück statt.
Manchmal kommen Musiker vorbei und dadurch wird die ganz Angelegenheit so richtig beschwingt. Es kam schon vor, dass die ganze Essgemeinde zu Klatschen begann, eine richtige Feststimmung aufkam.
Hier hat alles seine Ordnung. Es gibt Kaffeeplätze, Mittagsplätze,  Saftplätze, Abendbrotplätze und Stehplätze. Darunter gibt es Sachenstände, Lebensmittelstände, Haushaltsstände. Damit die Ordnung gehalten wird, geht auch die Polizei ihre Runden. Heute besuchte ich die Kirche des Marktes, die mit vielen frischen Blumen versehen war.