Hier, in den Staaten Sudamerikas, gibt es viele Probleme. Die System sind sehr ungerecht. Es gibt eine riesige Kluft zwischen Armen und Reichen. Es ist sehr hart dies zu erleben. Ich habe beide Seiten kennengelernt, lebte als Besucher in reichen Vierteln, wo die Häuser bewacht werden. Auch wohnte ich für einige Monate in einem Armutsviertel. Hier habe ich manchmal das Sozialsystem in Deutschland gelobt. Doch habe ich mich auch oft gewundert, über viele Leute, die ganz selbstverständlich hier im Reichtum leben, keinen Anstoß an dem System nehmen.
Doch was geschieht in Deutschland, wo sich die Gesellschaft den Reichtum "teilt", wo es diese schreckliche Kluft nicht gibt. Da gehen gerade viele auf die Straße, demonstrieren vor Flüchtlingsheimen. Dort werden Parolen geschrieen. Da kommen die Armen von außen. Doch sie sollen keinen Platz haben.
Hier erlebe ich immer wieder Familien, die in einem Raum leben, die wirklich arm sind. Das ist für die meisten Menschen in Deutschland unvorstellbar. Sie leben in einem Überfluss. Es hat schon fast dekadente Züge. Ich habe etwas Angst zuruckzukehren, und die absurden Stimmen zuhören. Und ich werde sie von Leuten hören, die nie Armut erlebt haben...
Es ist mein persönlicher Blog mit Erzählungen, Fotos und Gedichten zu meinen zwei Reisen durch Südamerika. Die meisten Einträge erzählen von meinen Aufenthalten in Chile, Bolivien und Peru. Ich wünsche euch viel Spass beim Entdecken.
Dienstag, 8. September 2015
Meine letzte Jeans
Überall werden sie getragen. Sie sin blau, schick und modern. Ob in Chile, Peru oder Bolivien. Wer im Trend ist, trägt eine Jeans. So hatte auch ich immer zwei Jeans dabei. Ich wollte dazugehören, wollte modern sein.
Erst vor einigen Tagen habe ich mich von meiner letzten Jeans getrennt. Und schon bin ich einige Sorgen los. Der Rucksack ist leichter geworden und ich laufe nicht mehr in dreckigen Hosen herum.
Jetzt bin ich ehrlich. Ich gestehe mir ein, dass die Jeans eine zutiefst schwierige Hose ist: sie ist schwer, wird schnell dreckig, trocknet schlecht, ist schnell verschwitzt und vieles mehr. Hier habe ich nach Monaten zu dieser Einsicht gefunden.
Sicher werde ich schon bald wieder eine Jeans tragen, um so zu sein wie die anderen und modern zu sein.
Erst vor einigen Tagen habe ich mich von meiner letzten Jeans getrennt. Und schon bin ich einige Sorgen los. Der Rucksack ist leichter geworden und ich laufe nicht mehr in dreckigen Hosen herum.
Jetzt bin ich ehrlich. Ich gestehe mir ein, dass die Jeans eine zutiefst schwierige Hose ist: sie ist schwer, wird schnell dreckig, trocknet schlecht, ist schnell verschwitzt und vieles mehr. Hier habe ich nach Monaten zu dieser Einsicht gefunden.
Sicher werde ich schon bald wieder eine Jeans tragen, um so zu sein wie die anderen und modern zu sein.
Montag, 7. September 2015
Die Frau und der Vogel
Die Frau und der Vogel
Da toent es,
da ruft es,
da hoere ich Laute.
Der Bus zieht seine Bahn.
Und die Frau sitzt still,
aber auf ihrer Schulter
ist Bewegung.
Ein Vogel,
in Gruen,
in Gelb
und Blau.
Da sitzt er und
bewegt mit seiner Toenen
die monotone Eintoenigkeit
des Businneren.
Auch die Frau ist
bewegt, ihr Gesicht gibt
hin und wieder
ein Laecheln ab.
In die Eintoenigkeit
des Businneren.
Der Bus lebt:
in Gruen, Gelb und Blau.
Da toent es,
da ruft es,
da hoere ich Laute.
Der Bus zieht seine Bahn.
Und die Frau sitzt still,
aber auf ihrer Schulter
ist Bewegung.
Ein Vogel,
in Gruen,
in Gelb
und Blau.
Da sitzt er und
bewegt mit seiner Toenen
die monotone Eintoenigkeit
des Businneren.
Auch die Frau ist
bewegt, ihr Gesicht gibt
hin und wieder
ein Laecheln ab.
In die Eintoenigkeit
des Businneren.
Der Bus lebt:
in Gruen, Gelb und Blau.
Samstag, 5. September 2015
Am Fluss
Am Fluss, der spaeter einmal zum Amazonas werden wird, erlebten wir viel.
Nach vielen Tagen im Regenwald ging es auf einem grossen Frachtschiff zurueck. Davon zeige ich euch heute noch ein paar Fotos. Ein Abschied der Zeit im Amazonastiefland.
Nach vielen Tagen im Regenwald ging es auf einem grossen Frachtschiff zurueck. Davon zeige ich euch heute noch ein paar Fotos. Ein Abschied der Zeit im Amazonastiefland.
Donnerstag, 3. September 2015
Exkursion in ein Urwalddorf
Uber den Fluss ging es in einem winzigen Boot. Dann durch Felder - auf wackligem Wege - bis wir in ein kleines Urwalddorf gelangten. Am Wegesrand entdeckten wir viele Naturschoenheiten.
Das Dorf liegt an einem See. So ernaehren sich die Menschen ueber die Felder, die kleinen Plantagen wie auch den Fischfang.
Von der Exkursion schicke ich euch ein paar Impressionen.
Das Dorf liegt an einem See. So ernaehren sich die Menschen ueber die Felder, die kleinen Plantagen wie auch den Fischfang.
Von der Exkursion schicke ich euch ein paar Impressionen.
Schwefelwasser
Da plubbert es,
da stinkt es,
da vernebeln es die Sinne.
In Blasen
dreht sich der Schwefel
hinauf in die irdische Sphaere.
Die Unterwelt
dreht sich empor,
in Schwarz, Schwarzgruen
und Gelbschwarz.
Was geschieht hier?
Werde ich heil davonkommen?
Oder zieht es mich hinab
in diese andere Welt?
Ich komme hinweg.
Doch es bleibt der Gestank
und das Ahnen des Unheimlichen in mir.
da stinkt es,
da vernebeln es die Sinne.
In Blasen
dreht sich der Schwefel
hinauf in die irdische Sphaere.
Die Unterwelt
dreht sich empor,
in Schwarz, Schwarzgruen
und Gelbschwarz.
Was geschieht hier?
Werde ich heil davonkommen?
Oder zieht es mich hinab
in diese andere Welt?
Ich komme hinweg.
Doch es bleibt der Gestank
und das Ahnen des Unheimlichen in mir.
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