Gestern abend macht ich mich zu einer neuen Yogagruppe auf. Mit der Adresse in der Hand machte ich mich auf den Weg. Davon möchte ich euch jetzt berichten:
Ich ziehe vorbei an den alten, recht baufälligen, oft grauen Häuser. Hin und wieder taucht ein einzelnes Hochhaus auf. Doch auch dies wirkt verschmutzt und angestanden.
Es gibt kaum Pflanzen. Viele Häuser scheinen in einer anderen Zeit gelebt zu haben. Sie ließen ihre Hüllen zurück. Selbst die baufälligen, die zugenagelten, wo die Fenster mit Brettern verschlossen wurden, werden noch behaust. Manche dieser Häuser wirken auf mich wie schlafende Hunde. Es sind sehr alte Hunde, die keine Kraft mehr haben, um aufzustehen.
Ich laufe und laufe. Es ist weit. Ein altes, verstaubtes, baufälliges Haus reiht sich an das andere. Irgendwann erreiche ich die entsprechende Hausnummer. Ich klopfe an einem ebensolchen Haus. Durch einen kleinen Gang werde ich hinein gebeten.
Doch was ist das? Ich kann meinen Augen kaum glauben. Auf dem Hof gibt es eine kleine Wiese. Bäume stehen im Patio, eine alte hohe Palme wie auch ein Apfelsinenbaum. Auf der Wiese liegen die Matten bereit. Das Haus erscheint in altroter Farbe. Langsam kommen die Sterne hinzu. Die Bestie wird zum Prinz.
Es ist mein persönlicher Blog mit Erzählungen, Fotos und Gedichten zu meinen zwei Reisen durch Südamerika. Die meisten Einträge erzählen von meinen Aufenthalten in Chile, Bolivien und Peru. Ich wünsche euch viel Spass beim Entdecken.
Mittwoch, 9. März 2016
Dienstag, 8. März 2016
Renne atemlos
Hinter mir Menschen,
Autoschlangen,
gehe schneller,
biege rechts ab,
auch hier
keine Ruhe,
Kinder lärmen,
werde schneller,
Menschen wie
Fahrzeuge scheinen
mich zu verfolgen.
Am Plaza komme
ich etwas zur Ruhe,
doch bald kehrt
auch hierher
das Treiben,
Passanten queren
die Anlage,
manche in einem
unerklärlichen
Zickzack.
Musik mit schwingenden
Höhen,
die Beine kreisen,
formen den Tanz,
ziehe weiter,
atemlos,
suche Stille,
renne, hübsche.
Doch überall
Menschen, Verkehr,
Lärm,
renne atemlos
im Zickzack,
werde müde
und die Ohren
schlafen ein.
Autoschlangen,
gehe schneller,
biege rechts ab,
auch hier
keine Ruhe,
Kinder lärmen,
werde schneller,
Menschen wie
Fahrzeuge scheinen
mich zu verfolgen.
Am Plaza komme
ich etwas zur Ruhe,
doch bald kehrt
auch hierher
das Treiben,
Passanten queren
die Anlage,
manche in einem
unerklärlichen
Zickzack.
Musik mit schwingenden
Höhen,
die Beine kreisen,
formen den Tanz,
ziehe weiter,
atemlos,
suche Stille,
renne, hübsche.
Doch überall
Menschen, Verkehr,
Lärm,
renne atemlos
im Zickzack,
werde müde
und die Ohren
schlafen ein.
Sonntag, 6. März 2016
Die fahrbare Tasche
Sie ist rot. Und sie ist hoch. Am Boden hat sie zwei Räder. Auch gibt es einen Griff zum Bewegen dieser fahrbaren Tasche.
Gerade fahre ich mit dieser fahrbaren Tasche zum Straßenmarkt. In Deutschland würde ich niemals mit soeiner fahrbaren Tasche unterwegs sein. Da wäre es mir peinlich. Ich würde mich fragen, was denn die Leute über mich denken würden. Da, in diesem fernen Land, ist dies nur älteren Frauen gestattet.
Doch hier auf dem Straßenmarkt, da wimmelt es an fahrbaren Taschen. Die einen sind rot, die anderen blau, wieder andere sind braun. Ich sehe sogar eine bunte Tasche vorüberziehen. Immer wieder muss ich ausweichen, um nicht an solch einer fahrbaren Tasche zustoßen. Der Fluss der fahrbaren Taschen wäre gestört.
Auch ich befinde mich mit meiner fahrbaren Tasche im Fluss. Ich fließe von Stand zu Stand. Meine rote Tasche fährt mich zuerst zu den Kartoffeln. Es geht weiter zu den Tomaten. Nicht weit entfernt wartet schon ein Kürbis auf meine rote Tasche. Außerdem füllt sich meine Rote mit Möhren, Zwiebeln, drei Maiskolben, einer Melone und fünfzehn Eiern. Die Fließen von Stand zu Stand nimmt erst ein Ende, als meine Rote gefüllt ist bis zum oberen Rand.
Mit dieser fahrbaren Tasche, mit meiner Roten, fliege ich fast wie eine Biene. An jedem Stand kommt weiterer Nektar hinzu. Die Tasche füllt sich. Ich gehöre wie jeder anderer Lenker einer fahrbaren Tasche dazu, wähle aus, verhandle, bezahle und ziehe weiter, den Weg meiner fahrbaren Tasche. Jetzt ist sie voll, langsam trete ich den Rückzug an.
Gerade fahre ich mit dieser fahrbaren Tasche zum Straßenmarkt. In Deutschland würde ich niemals mit soeiner fahrbaren Tasche unterwegs sein. Da wäre es mir peinlich. Ich würde mich fragen, was denn die Leute über mich denken würden. Da, in diesem fernen Land, ist dies nur älteren Frauen gestattet.
Doch hier auf dem Straßenmarkt, da wimmelt es an fahrbaren Taschen. Die einen sind rot, die anderen blau, wieder andere sind braun. Ich sehe sogar eine bunte Tasche vorüberziehen. Immer wieder muss ich ausweichen, um nicht an solch einer fahrbaren Tasche zustoßen. Der Fluss der fahrbaren Taschen wäre gestört.
Auch ich befinde mich mit meiner fahrbaren Tasche im Fluss. Ich fließe von Stand zu Stand. Meine rote Tasche fährt mich zuerst zu den Kartoffeln. Es geht weiter zu den Tomaten. Nicht weit entfernt wartet schon ein Kürbis auf meine rote Tasche. Außerdem füllt sich meine Rote mit Möhren, Zwiebeln, drei Maiskolben, einer Melone und fünfzehn Eiern. Die Fließen von Stand zu Stand nimmt erst ein Ende, als meine Rote gefüllt ist bis zum oberen Rand.
Mit dieser fahrbaren Tasche, mit meiner Roten, fliege ich fast wie eine Biene. An jedem Stand kommt weiterer Nektar hinzu. Die Tasche füllt sich. Ich gehöre wie jeder anderer Lenker einer fahrbaren Tasche dazu, wähle aus, verhandle, bezahle und ziehe weiter, den Weg meiner fahrbaren Tasche. Jetzt ist sie voll, langsam trete ich den Rückzug an.
Dienstag, 1. März 2016
Überall sammelt es sich
Da drängen die Fischer
zu ihren Booten.
Mit Hilfe eines Kranes
werden die Boote
zu Wasser gelassen.
Andere umringen
gebrauchte Netze,
säubern und flicken
in mühseliger Arbeit.
Darunter drängen sich
auf großen Steinen
einige Pelikane.
Jeder will auf dem
höchsten Stein
eine Platz finden.
Nur selten bewegen
sie den Schnabel,
noch seltener
die Flügel.
Am Strand in der Sonne
drängen Santiagoaner
ihr Körper.
Bunte Schirm
schmücken
ihre gebräunte Haut.
Auf Felsbrocken
stellen sich
Kommorane
zur Schau.
Sie präsentieren
ihre wässrigen Flügel.
zu ihren Booten.
Mit Hilfe eines Kranes
werden die Boote
zu Wasser gelassen.
Andere umringen
gebrauchte Netze,
säubern und flicken
in mühseliger Arbeit.
Darunter drängen sich
auf großen Steinen
einige Pelikane.
Jeder will auf dem
höchsten Stein
eine Platz finden.
Nur selten bewegen
sie den Schnabel,
noch seltener
die Flügel.
Am Strand in der Sonne
drängen Santiagoaner
ihr Körper.
Bunte Schirm
schmücken
ihre gebräunte Haut.
Auf Felsbrocken
stellen sich
Kommorane
zur Schau.
Sie präsentieren
ihre wässrigen Flügel.
Morgenstunde im alten Hafen
Abonnieren
Posts (Atom)




