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Es ist mein persönlicher Blog mit Erzählungen, Fotos und Gedichten zu meinen zwei Reisen durch Südamerika. Die meisten Einträge erzählen von meinen Aufenthalten in Chile, Bolivien und Peru. Ich wünsche euch viel Spass beim Entdecken.
Donnerstag, 10. November 2016
Donnerstag, 3. November 2016
Halloween oder die Party, die keine war
Irgendwann hatten wir uns vorgenommen eine richtige Party zu feiern. Fuer die aelteren Kinder sollte es wieder mal einen Hoehepunkt geben. Die Nachmittage im comedor hatten keine Anziehungskraft mehr. Da kam Halloween gerade recht.
Ein paar Tage vorher trafen wir uns. Es wurden Plaene fuer die Party geschmiedet. Ich bekam die Aufgabe eine Diskokugel zu besorgen. Die Jugendlichen sollten Musik mitbringen, aber auch jeweils ein Getraenk. Zuversichtlich, so meinte ich, gingen wir auseinander.
Einen Tag spaeter traf ich mich mit einer Mitorganisatorin, doch der Laden mit den Diskokugeln war geschlossen. Am naechsten Tag machte ich mich wieder auf den Weg. Diesmal erschrak ich darueber, wie teuer so eine Kugel ist. Leicht frustriert fuhr ich nach Hause. Am naechten Tag landete ich, wie ich schon beschrieben hatte, im centro de medico. Erst durch die fuer mich leicht verfahrene Situation zwischen den angetrunkenen Krankenschwestern, brachte die Kraft in mir hervor, aufzustehen, diesen Ort schnell zu verlassen und ganz in der Naehe Kraefte freizusetzen. So kaufte ich die Diskokugel. Zugleich war ich froh. Denn nun wurede die Party am anderen Tag eine unvergleichliche Party werden. Ich denke, dass kaum jemand auf seiner Party eine Diskokugel zu bieten hat. Noch dazu war diese Diskokugel eine ganz besondere. Man konnte einen Musikstick anstecken. Dann wuerden die Lichter im Tackt zur Musik drehen wie auch leuchten. Diesen Tag wuerden die Jugendlichen und das Viertel wo so bald nicht vergessen.
Doch es kam anders. Am naechsten Tag wurde mir lachend verkuendet, dass eine Mitarbeiterin schon abgefahren war. Nun war ich alleine, musste irgendwie die Party hinbekommen. Zum anderen galt es die Frau zu finden, wo ich im Haus ein Kabel anstecken konnte. Doch die Frau war nicht da. Dann eilte ich von der einen zur anderen Mitorganisatorin. Ich hoffte, dass eine von ihnen ein Musikgeraet hat. Am Ende stellte sich, heraus, dass jede von ihnen dachte, die andere haette eine kleine Anlage. Doch dies war nur die jeweilige Hoffnung. Die Maedchen zogen sich immer mehr zurueck. Sie nervte mein uebertriebenes Umherrennen. Die eine verzog sich in ihr Zimmer, die andere in den Internetladen. Irgendwann gewann ich einen Mann, der mir anbot, beim Anschliessen des Kabels zu helfen. Doch als er erfuhr, dass wir Halloween feiern wollte, hatte ich auch diesen Freund verloren.
Er erzaehlte mir, dass dieses Fest nicht gut sei, dass es den Kindern nicht gut tun wuerde. Es haette mit teuflichen Kraeften zu tun.
Spaeter stand ich alleine da. Das Kabel war angeschlossen. Die Diskokugel brannte. Doch es schien eine Einmannshow zu werden. Ein Maedchen tauchte auf. Nun, da waren wir schon zu zweit. Eine gewisse Frustration hatte sich nun schon in mir ausgebreitet.
Wie aus dem Nichts tauchte Vidal auf. Er versuchte so schnell wie moeglich zu helfen. So konnte spaeter die Lichtkugel - in der Mitte des Raumes - aufgehaengt werden. Ein Musikgeraet wurde aufgetrieben. Und durch bestaendiges Rufen konnten ein paar Kinder aufgetrieben werden. Auch versuchte Vidal als Motivator taetig zu werden.
Zu viert, zu fuenft, versuchten wir zu tanzen. Die eine Mitarbeiterin war ploetzlich doch aufgetaucht, schrieb immer wieder in ihr Handy, war scheinbar nicht in "Nullbockstimmung". Die andere "Aeltere" tat es ihr gleich. Wir konnten ihrer Stimmung nicht viel dagegenhalten. Unsere vorgespielte Froehlichkeit nahmen uns die Kinder sicher nicht ab. Es wurde nur ein holpriges Drehen und Hopsen. Aus der Party wurde keine Party mehr.
Nach einigen Tagen sage ich mir, dass dies bestimmt mit den teuflichen Kraeften von Halloween zu tun hatte. Nun ziehe ich durch die Stadt und suche einen Abnehmer fuer meine Diskokugel.
Ein paar Tage vorher trafen wir uns. Es wurden Plaene fuer die Party geschmiedet. Ich bekam die Aufgabe eine Diskokugel zu besorgen. Die Jugendlichen sollten Musik mitbringen, aber auch jeweils ein Getraenk. Zuversichtlich, so meinte ich, gingen wir auseinander.
Einen Tag spaeter traf ich mich mit einer Mitorganisatorin, doch der Laden mit den Diskokugeln war geschlossen. Am naechsten Tag machte ich mich wieder auf den Weg. Diesmal erschrak ich darueber, wie teuer so eine Kugel ist. Leicht frustriert fuhr ich nach Hause. Am naechten Tag landete ich, wie ich schon beschrieben hatte, im centro de medico. Erst durch die fuer mich leicht verfahrene Situation zwischen den angetrunkenen Krankenschwestern, brachte die Kraft in mir hervor, aufzustehen, diesen Ort schnell zu verlassen und ganz in der Naehe Kraefte freizusetzen. So kaufte ich die Diskokugel. Zugleich war ich froh. Denn nun wurede die Party am anderen Tag eine unvergleichliche Party werden. Ich denke, dass kaum jemand auf seiner Party eine Diskokugel zu bieten hat. Noch dazu war diese Diskokugel eine ganz besondere. Man konnte einen Musikstick anstecken. Dann wuerden die Lichter im Tackt zur Musik drehen wie auch leuchten. Diesen Tag wuerden die Jugendlichen und das Viertel wo so bald nicht vergessen.
Doch es kam anders. Am naechsten Tag wurde mir lachend verkuendet, dass eine Mitarbeiterin schon abgefahren war. Nun war ich alleine, musste irgendwie die Party hinbekommen. Zum anderen galt es die Frau zu finden, wo ich im Haus ein Kabel anstecken konnte. Doch die Frau war nicht da. Dann eilte ich von der einen zur anderen Mitorganisatorin. Ich hoffte, dass eine von ihnen ein Musikgeraet hat. Am Ende stellte sich, heraus, dass jede von ihnen dachte, die andere haette eine kleine Anlage. Doch dies war nur die jeweilige Hoffnung. Die Maedchen zogen sich immer mehr zurueck. Sie nervte mein uebertriebenes Umherrennen. Die eine verzog sich in ihr Zimmer, die andere in den Internetladen. Irgendwann gewann ich einen Mann, der mir anbot, beim Anschliessen des Kabels zu helfen. Doch als er erfuhr, dass wir Halloween feiern wollte, hatte ich auch diesen Freund verloren.
Er erzaehlte mir, dass dieses Fest nicht gut sei, dass es den Kindern nicht gut tun wuerde. Es haette mit teuflichen Kraeften zu tun.
Spaeter stand ich alleine da. Das Kabel war angeschlossen. Die Diskokugel brannte. Doch es schien eine Einmannshow zu werden. Ein Maedchen tauchte auf. Nun, da waren wir schon zu zweit. Eine gewisse Frustration hatte sich nun schon in mir ausgebreitet.
Wie aus dem Nichts tauchte Vidal auf. Er versuchte so schnell wie moeglich zu helfen. So konnte spaeter die Lichtkugel - in der Mitte des Raumes - aufgehaengt werden. Ein Musikgeraet wurde aufgetrieben. Und durch bestaendiges Rufen konnten ein paar Kinder aufgetrieben werden. Auch versuchte Vidal als Motivator taetig zu werden.
Zu viert, zu fuenft, versuchten wir zu tanzen. Die eine Mitarbeiterin war ploetzlich doch aufgetaucht, schrieb immer wieder in ihr Handy, war scheinbar nicht in "Nullbockstimmung". Die andere "Aeltere" tat es ihr gleich. Wir konnten ihrer Stimmung nicht viel dagegenhalten. Unsere vorgespielte Froehlichkeit nahmen uns die Kinder sicher nicht ab. Es wurde nur ein holpriges Drehen und Hopsen. Aus der Party wurde keine Party mehr.
Nach einigen Tagen sage ich mir, dass dies bestimmt mit den teuflichen Kraeften von Halloween zu tun hatte. Nun ziehe ich durch die Stadt und suche einen Abnehmer fuer meine Diskokugel.
Halloween im Gesundheitszentrum
Ich sehe noch schnell im Gesundheitszentrum vorbei, im centro de medico. Dort muss ich mit der einer Krankenschwester, die ich aus der Zeit meiner Parasiten gut kenne, noch ein paar Verabredungen treffen. Sie sitzt als Engel hinter dem Glas an der Aufnahme.
Kurz danach verwundert mich ihr schwankender Gang. Dann zieht sie mich in ein Zimmer. Dort sitzt die ganze Belegschaft der Krankenschwestern - mehr oder weniger schwankend. Nur die ernsteren Aerzte sind nicht dabei. Vermutlich warten sie noch auf Gaeste zu Halloween. Die Krankenschwestern jedoch warten nicht mehr. Nur meine Bekannte muss manchmal zur Aufnahme schwanken.
Manche Patienten werden das Schwanken bemerken. Manche werden erschrecken. Andere werden vielleicht an die daemonischen Kraefte von Halloween erinnert werden. Und wieder andere werden vielleicht vermuten, dass nun ihren Augen auch noch beschaedigt sind.
Meiner Bekannte trinkt immer mehr. Zum Glueck verstehe ich nicht viel, von dem was sie sagt. Auch bestehtigen mir die anderen Krankenschwestern, dass es ganz gut ist, nicht alles zu verstehen.
Meine rote Peruecke geht herum. Jede Krankenschwester moechte natuerlich ein Foto fuer facebook haben. dies scheint echt inn zu sein.
Igendwann nimmt die Verruecktheit im Zimmer der Krankenschwestern zu. Ich kam einfach zu spaet, um so richtig "Spass zu haben". Zum Glueck faellt mir ein, dass ich noch eine Partykugel und ein paar Dinge fuer die Halloweenparty am naechsten Tag besorgen muss. Ich mache mich aus dem Staub. Am naechsten Tag verpasst natuerlich meine Bekannte unser Treffen. Sie wird vermutlich den Wecker nicht gehoert haben. So mache ich mich alleine auf nach Yura.
Kurz danach verwundert mich ihr schwankender Gang. Dann zieht sie mich in ein Zimmer. Dort sitzt die ganze Belegschaft der Krankenschwestern - mehr oder weniger schwankend. Nur die ernsteren Aerzte sind nicht dabei. Vermutlich warten sie noch auf Gaeste zu Halloween. Die Krankenschwestern jedoch warten nicht mehr. Nur meine Bekannte muss manchmal zur Aufnahme schwanken.
Manche Patienten werden das Schwanken bemerken. Manche werden erschrecken. Andere werden vielleicht an die daemonischen Kraefte von Halloween erinnert werden. Und wieder andere werden vielleicht vermuten, dass nun ihren Augen auch noch beschaedigt sind.
Meiner Bekannte trinkt immer mehr. Zum Glueck verstehe ich nicht viel, von dem was sie sagt. Auch bestehtigen mir die anderen Krankenschwestern, dass es ganz gut ist, nicht alles zu verstehen.
Meine rote Peruecke geht herum. Jede Krankenschwester moechte natuerlich ein Foto fuer facebook haben. dies scheint echt inn zu sein.
Igendwann nimmt die Verruecktheit im Zimmer der Krankenschwestern zu. Ich kam einfach zu spaet, um so richtig "Spass zu haben". Zum Glueck faellt mir ein, dass ich noch eine Partykugel und ein paar Dinge fuer die Halloweenparty am naechsten Tag besorgen muss. Ich mache mich aus dem Staub. Am naechsten Tag verpasst natuerlich meine Bekannte unser Treffen. Sie wird vermutlich den Wecker nicht gehoert haben. So mache ich mich alleine auf nach Yura.
Der Armenfriedhof
Es ist der 2. November. Ich bin wieder in Portales, will mit den Kindern arbeiten. Doch alles ist wie ausgestorben. Das Viertel scheint verlassen zu sein. Auch an diesem Tag besuchen die Familien ihre Verstorbenen oder nahe Verwandte, bei denen jemand in der gestorben ist. Ich warte, doch die Situation ändert sich nicht. Außerdem lässt sich der Schlüssel vom Speisesaal nicht auftreiben. Nirgends kann er gefunden werden. So habe ich auch keinen Raum, um gegebenenfalls mit sehr wenigen Kindern zu arbeiten. So entschließe ich mich aufzubrechen, aufzubrechen dorthin, wo jetzt viele Kinder sein werden - bei ihren Verstorbenen.
Ich laufe den Hügel hinab, vorbei an den Steinhütten, die heute so außergewöhnlich leise sind. Laufe hinab bis zur Straße, dorthin, wo die kleinen Busse fahren. Mein Bus ist sehr voll. Die meisten Leute wollen zum Friedhof. Bald quält sich der Bus auf staubigen Pisten aufwärts. Auf einem Hügel - gegenüber von Portales - leert sich mein Bus.
Ich muss nicht mehr weit laufen, dann erreiche ich den Friedhof - den Armenfriedhof. Dieser Friedhof liegt ganz am Rande der Stadt auf einem kargen Hügel. Der Hügel ist steinig und trocken. Es existieren hier kaum Pflanzen, nur einzelne kleine und krüpplige Bäumchen. Doch die Aussicht ist beeindruckend. Einerseits kann man auf die Stadt hinabblicken, zum anderen hat man eine tolle Aussicht auf die Arequipa umgebenden Vulkane.
Hier sind noch mehr Menschen, als auf dem städtischen Friedhof am Tag zuvor. Alles ist angefüllt. Überall wimmelt es. Ich schlängelt mich durch die Grabreihen. Da ruft mich Jesus, ein Kind aus meiner Gruppe. Er ist mit Wassereimern unterwegs, versucht auf diese Weise etwas Geld zu verdienen. Für jeden geschleppt Eimer bekommt er 1 Soles. Ich ziehe weiter, verweile bei einer Kapelle, die Musik aus den Anden macht. Die Musik ist wieder ohrenbetäubend. Doch sie ist mächtig und beschwingt. Nun winken mich Leute zu sich. Sie sitzen am Grab der Tante. Auch der kleine Hund ist dabei. Wir trinken ein Bier. Die Tante bekommt auch ihren Teil.
Nach einer Weile ziehe ich auf die andere Seite des Hügels, ich begebe mich auf die Sonnensystem, mache ein paar Fotos. Mehrmals werde ich eingeladen von um Gräber stehenden Familien. Ich werde beschenkt mit einem süßen Brot, bekomme etwas Bier, werde befragt. Irgendwann erzählen die Familien von ihren Verstorbenen. Zweimal starben Kinder. Ein Mädchen starb mit 12 Jahren an Blutkrebs, ein Jugendlicher starb mit 16 an einem Nierenleiden. Jedes Jahr kommen die Familien wieder an die Gräber.
Hier auf dem Armenfriedhof am Rande der Stadt, werde ich immer wieder eingeladen, erfahre die Geschichten der Menschen. Langsam geht die Sonne unter. Die Stadt wandelt sich in ein Lichtermeer. Später ist sogar der Mond zu sehen. Und über den Vulkanen liegt noch ein rötlicher Hauch des sich zurückgehenden Tages. Es wird schnell kalt. Durch die traurige und zugleich fröhliche Menge gehend, verlasse den Hügel. Mit einem übervollen Bus geht es abwärts.
Ich laufe den Hügel hinab, vorbei an den Steinhütten, die heute so außergewöhnlich leise sind. Laufe hinab bis zur Straße, dorthin, wo die kleinen Busse fahren. Mein Bus ist sehr voll. Die meisten Leute wollen zum Friedhof. Bald quält sich der Bus auf staubigen Pisten aufwärts. Auf einem Hügel - gegenüber von Portales - leert sich mein Bus.
Ich muss nicht mehr weit laufen, dann erreiche ich den Friedhof - den Armenfriedhof. Dieser Friedhof liegt ganz am Rande der Stadt auf einem kargen Hügel. Der Hügel ist steinig und trocken. Es existieren hier kaum Pflanzen, nur einzelne kleine und krüpplige Bäumchen. Doch die Aussicht ist beeindruckend. Einerseits kann man auf die Stadt hinabblicken, zum anderen hat man eine tolle Aussicht auf die Arequipa umgebenden Vulkane.
Hier sind noch mehr Menschen, als auf dem städtischen Friedhof am Tag zuvor. Alles ist angefüllt. Überall wimmelt es. Ich schlängelt mich durch die Grabreihen. Da ruft mich Jesus, ein Kind aus meiner Gruppe. Er ist mit Wassereimern unterwegs, versucht auf diese Weise etwas Geld zu verdienen. Für jeden geschleppt Eimer bekommt er 1 Soles. Ich ziehe weiter, verweile bei einer Kapelle, die Musik aus den Anden macht. Die Musik ist wieder ohrenbetäubend. Doch sie ist mächtig und beschwingt. Nun winken mich Leute zu sich. Sie sitzen am Grab der Tante. Auch der kleine Hund ist dabei. Wir trinken ein Bier. Die Tante bekommt auch ihren Teil.
Nach einer Weile ziehe ich auf die andere Seite des Hügels, ich begebe mich auf die Sonnensystem, mache ein paar Fotos. Mehrmals werde ich eingeladen von um Gräber stehenden Familien. Ich werde beschenkt mit einem süßen Brot, bekomme etwas Bier, werde befragt. Irgendwann erzählen die Familien von ihren Verstorbenen. Zweimal starben Kinder. Ein Mädchen starb mit 12 Jahren an Blutkrebs, ein Jugendlicher starb mit 16 an einem Nierenleiden. Jedes Jahr kommen die Familien wieder an die Gräber.
Hier auf dem Armenfriedhof am Rande der Stadt, werde ich immer wieder eingeladen, erfahre die Geschichten der Menschen. Langsam geht die Sonne unter. Die Stadt wandelt sich in ein Lichtermeer. Später ist sogar der Mond zu sehen. Und über den Vulkanen liegt noch ein rötlicher Hauch des sich zurückgehenden Tages. Es wird schnell kalt. Durch die traurige und zugleich fröhliche Menge gehend, verlasse den Hügel. Mit einem übervollen Bus geht es abwärts.
Mittwoch, 2. November 2016
Die Festtage der Toten
Am 1. November ist ein Festtag. Die Schulen und Arbeitsstellen sind geschlossen. Die Menschen gehen auf die Friedhöfe zu ihren Verstorbenen. Dort wird mit ihnen Musik gemacht, gegessen, getanzt, ja gefeiert. In der Nacht geht im Schein der Kerzen das Fest weiter. Viele Menschen, die die es etwas ruhiger wollen, besuchen ihre Verstorbenen am nächsten Tag. Es sind Festtage mit und für die Toten, als wären sie noch mitten unter den Lebenden.
Nacht der Verstorbenen
Es ist die Nacht vom 1. zum 2. November, es ist die Nacht der Verstorbenen. Ich mache mich auf zum Friedhof. Die Straße hinauf zum Friedhof ist mit Essensständen angefüllt. Zumeist gibt es Fleischstückchen auf Holzstäbchen. Auch wir viel Bier angeboten und getrunken. An anderen Ständen werden Blumen und Schmuckstücke für die Verstorbenen angeboten. Noch immer sind Menschen auf dem Weg zum Friedhof. Andere kamen vom Friedhof und blieben dannach bei den Ständen hängen.
Ich schlängele mich durch die Menschenmassen. Langsam gelange ich zum Friedhof. Durch das Tor betrete ich ein geschmücktes Areal. Die meisten Gräber und Grabnischen sind mit Blumen oder bunten Schmuckelementen verziert. Überall brennen Kerzen. Um die Gräber und an den Grabnischen stehen die Familien. An einigen Orten hört man die Musik von unterschiedlichen Musikinstrumenten.
Eine besonders laute Gruppe zieht mich in den Bann. Vorbei an Gräbern, Kerzen und Menschengruppen gelange ich zu dieser Gruppe. Sie spielt an einer Wand mit Grabnischen für eine Familie. Ich erfahre, dass es die Musik aus den hohen Bergen in der Nähe von Puño ist. Es gibt eine riesige Trommel und ein Saxophon. Die Musik ist so laut, dass ich versuche einen Sicherheitsabstand einzuhalten.
Ich ziehe weiter. Wieder gibt es eine Ansammlung von Menschen. Wieder gibt es Musik. Einige Leute, festlich gekleidet, tanzen an der Wand der Grabnischen. Jetzt steige ich aufwärts, arbeite mich durch die engen Gänge zwischen den Gräbern. Um ein Grab stehe einige Männer und trinken Bier. Eine ältere Frau sitzt am Rand des Grabes. Die Männer stoßen immer wieder mit dem Bier an, geben auch dem Verstorbenen etwas zu trinken, indem sie etwas Bier auf das Grab schütten. Vermutlich haben sie früher zusammen mit dem Verstorbenen angestoßen. Jetzt tun sie es an seinem Grab.
Nun erreiche ich den oberen Teil des Friedhofes. Hier gibt es viele kleine Gräber mit kleinen Kreuzen. Es ist der Ort der Kindergräber. Eine Familie mit kleinen Kindern sitzt um ein Grab. Auf der kleinen Grabplatte sind Spielsachen aufgebaut.
Daneben brennen Kerzen in unterschiedlichen Farben. Die kleineren Kinder beginnen mit den Spielsachen zu spielen. Musik dringt an mein Ohr.
Vorbei an Grabwänden gehe ich im Schein der Kerzen. Hinter einer Wand sitzen wieder viele Menschen um ein Grab. Sie essen zusammen. Und sie essen die Lieblingsspeise ihres Verstorbenen. Dazu gibt es Getränke. Sogar Wein. Denn heute ist ein Festtag für ihren Verstorbenen.
Ich schlängele mich durch die Menschenmassen. Langsam gelange ich zum Friedhof. Durch das Tor betrete ich ein geschmücktes Areal. Die meisten Gräber und Grabnischen sind mit Blumen oder bunten Schmuckelementen verziert. Überall brennen Kerzen. Um die Gräber und an den Grabnischen stehen die Familien. An einigen Orten hört man die Musik von unterschiedlichen Musikinstrumenten.
Eine besonders laute Gruppe zieht mich in den Bann. Vorbei an Gräbern, Kerzen und Menschengruppen gelange ich zu dieser Gruppe. Sie spielt an einer Wand mit Grabnischen für eine Familie. Ich erfahre, dass es die Musik aus den hohen Bergen in der Nähe von Puño ist. Es gibt eine riesige Trommel und ein Saxophon. Die Musik ist so laut, dass ich versuche einen Sicherheitsabstand einzuhalten.
Ich ziehe weiter. Wieder gibt es eine Ansammlung von Menschen. Wieder gibt es Musik. Einige Leute, festlich gekleidet, tanzen an der Wand der Grabnischen. Jetzt steige ich aufwärts, arbeite mich durch die engen Gänge zwischen den Gräbern. Um ein Grab stehe einige Männer und trinken Bier. Eine ältere Frau sitzt am Rand des Grabes. Die Männer stoßen immer wieder mit dem Bier an, geben auch dem Verstorbenen etwas zu trinken, indem sie etwas Bier auf das Grab schütten. Vermutlich haben sie früher zusammen mit dem Verstorbenen angestoßen. Jetzt tun sie es an seinem Grab.
Nun erreiche ich den oberen Teil des Friedhofes. Hier gibt es viele kleine Gräber mit kleinen Kreuzen. Es ist der Ort der Kindergräber. Eine Familie mit kleinen Kindern sitzt um ein Grab. Auf der kleinen Grabplatte sind Spielsachen aufgebaut.
Daneben brennen Kerzen in unterschiedlichen Farben. Die kleineren Kinder beginnen mit den Spielsachen zu spielen. Musik dringt an mein Ohr.
Vorbei an Grabwänden gehe ich im Schein der Kerzen. Hinter einer Wand sitzen wieder viele Menschen um ein Grab. Sie essen zusammen. Und sie essen die Lieblingsspeise ihres Verstorbenen. Dazu gibt es Getränke. Sogar Wein. Denn heute ist ein Festtag für ihren Verstorbenen.
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