Zur Zeit der Wahl in den USA befand ich mich gerade auf Wanderschaft in den Bergen. In diesem Tal gab es keine Moeglichkeit mal einen Internetladen aufzusuchen.
Am Morgen nach der Wahl in den USA lief ich durch Chojata. Ich fragte meine Wirtin wie die Wahl in den USA ausgegangen sei. Sie schaute mich nur gross an. Kurz danach ging ich ins Buergermeisteramt. Keiner konnte mir eine Auskunft geben. Dann ging ich weiter zum Markt. Dort fragte ich eine Marktfrau. Diese sagte mir, dass der Mann gewonnen haette.
Irgendwie war es doch ganz gut, dass hier, in meinem abgelegenen Tal, die Wahl keine Rolle spielte. So kam die Bitterheit des Geschehens auch nur ganz langsam in mein Bewustsein.
Es ist mein persönlicher Blog mit Erzählungen, Fotos und Gedichten zu meinen zwei Reisen durch Südamerika. Die meisten Einträge erzählen von meinen Aufenthalten in Chile, Bolivien und Peru. Ich wünsche euch viel Spass beim Entdecken.
Montag, 14. November 2016
Harmonie brachte den Konflikt
Immer war es gut.
Wir sahen uns fast taeglich.
Manchmal sprachen wir miteinander.
Es war stets eine freundliche Atmosphaere.
Doch ploetzlich kam der Mann auf mich zu
und fragte, wann ich nun endlich ausziehen wuerde.
Ich war verbluefft.
Was war geschehen?
Wie war es dazu gekommen?
Nach und nach wurde mir klar,
worunter mein Nachbar gelitten haben musste.
Die Tuer zwischen unseren beiden Zimmern war offen.
Nur ein Schrank stellte eine gewisse Trennwand dar.
Zum einen war die Eisentuer sehr laut,
die ich immer wieder oeffnen musste.
Zum anderen schnarchte ich,
woran schon ganz andere Frerundschaften
in die Brueche gegangen waren.
Nun war der Frust aus ihm herausgebrochen.
Ich konnte es sogar verstehen.
-Hier redet man nicht ueber Konflikte.
Hier ist immer alles gut.
Konflikte gibt es nicht.
Ein Problem wird lachend weggelaechelt.-
So gab es wahrscheinlich fuer den
alten Mann das Problem der lauten Tuer
und meines Schnarchens nicht-
bis es an einem Tag aus ihm heraus
musste. Dann war es nur noch radikal moeglich:
"Jetzt musst du gehen."
Nun versuchte ich den offenen Spalt zwischen
unseren Tueren mit Decken auszustopfen,
auch versuchte ich die Eisentuer reparieren zu lassen.
Doch am naechsten Tag war die Tuer
mit samt dem Spalt wieder offen.
Auch brachte die Reperatur der Eisentuer
keine richtigen Erfolge.
Irgendwie schien es nicht um die
Beseitigung der Ursachen zu gehen.
Die Probleme blieben,
der Mann konnte nicht gut schlafen
und irgendwann war es wirklich an der Zeit
zu gehen. Der Harmonie hatte ja
schon geraume Zeit ein paar
Schlaege hinnehmen muessen.
Wir sahen uns fast taeglich.
Manchmal sprachen wir miteinander.
Es war stets eine freundliche Atmosphaere.
Doch ploetzlich kam der Mann auf mich zu
und fragte, wann ich nun endlich ausziehen wuerde.
Ich war verbluefft.
Was war geschehen?
Wie war es dazu gekommen?
Nach und nach wurde mir klar,
worunter mein Nachbar gelitten haben musste.
Die Tuer zwischen unseren beiden Zimmern war offen.
Nur ein Schrank stellte eine gewisse Trennwand dar.
Zum einen war die Eisentuer sehr laut,
die ich immer wieder oeffnen musste.
Zum anderen schnarchte ich,
woran schon ganz andere Frerundschaften
in die Brueche gegangen waren.
Nun war der Frust aus ihm herausgebrochen.
Ich konnte es sogar verstehen.
-Hier redet man nicht ueber Konflikte.
Hier ist immer alles gut.
Konflikte gibt es nicht.
Ein Problem wird lachend weggelaechelt.-
So gab es wahrscheinlich fuer den
alten Mann das Problem der lauten Tuer
und meines Schnarchens nicht-
bis es an einem Tag aus ihm heraus
musste. Dann war es nur noch radikal moeglich:
"Jetzt musst du gehen."
Nun versuchte ich den offenen Spalt zwischen
unseren Tueren mit Decken auszustopfen,
auch versuchte ich die Eisentuer reparieren zu lassen.
Doch am naechsten Tag war die Tuer
mit samt dem Spalt wieder offen.
Auch brachte die Reperatur der Eisentuer
keine richtigen Erfolge.
Irgendwie schien es nicht um die
Beseitigung der Ursachen zu gehen.
Die Probleme blieben,
der Mann konnte nicht gut schlafen
und irgendwann war es wirklich an der Zeit
zu gehen. Der Harmonie hatte ja
schon geraume Zeit ein paar
Schlaege hinnehmen muessen.
Freitag, 11. November 2016
Das Gelb des Strassenbegrenzungsstrichs
Wieder an einem anderen Tag mache ich mich auf nach Quequeña. Das ist ein kleiner Ort in der Nähe von Arequipa. Da gibt es viele alte Gebäude, einen Hügel mit einem großen Kreuz, einen lyrischen Friedhof und etliche Tiere. Mich beeindruckte das Gelb.
Das Grün des Schachtelhalms
Einmal machte ich mich nach Yura auf. Die Krankenschwester, über die ich an anderer Stelle schon berichtete, War verhindert, weil sie am Abend zuvor zu intensiv Halloween gefeiert hatte. Eigentlich wollte ich wieder zu dem Wasserfall, den ich letztes Jahr mit den Mitarbeitern von Semillas schon besucht hatte. Doch irgendwann hatte ich Lust, auf einen anderen Pfad abzubiegen. So landete ich in einem verwunschenen Tal.
Das Weiß des Salzes
Kürzlich machten wir uns (die Rennchicas und ich) nach Salinas Huito auf. Von dortaus durchquerten wir die Salzwüste Salinas. irgendwann sahen wir nur noch weiß. Wir fühlten uns eher dem Himmel als der Erde zugehörig.
Donnerstag, 10. November 2016
Da schlagen sie wieder zu
Diesmal sind sie sichtbar,
doch ganz winzig
und schwarz.
Sie lieben es,
heimlich in der Nacht
zuzuschlagen.
Dann saugen sie
Blut in vollen
Zuegen.
Spaeter schmerzt
es, dies fuehrt
zu Kratzintervallen.
Sie lieben weiche Stellen
- zwischen den Haaren,
unter den Achseln.
Es juckt und zuckt,
und diese Heimlichen
kennen kein Erbarmen.
Sie leben in den
Matratzen. Dort
verbringen sie ihre Tage.
Doch wenn ihre Opfer
schlafen, dann ist
ihre Zeit gekommen.
Sie schleichen aus ihren
Betten, suchen sich ihre
Futterstelle und saugen.
Und ringsum verteilen
sie ihre Brut, damit es auch
ja lange so weiter geht.
doch ganz winzig
und schwarz.
Sie lieben es,
heimlich in der Nacht
zuzuschlagen.
Dann saugen sie
Blut in vollen
Zuegen.
Spaeter schmerzt
es, dies fuehrt
zu Kratzintervallen.
Sie lieben weiche Stellen
- zwischen den Haaren,
unter den Achseln.
Es juckt und zuckt,
und diese Heimlichen
kennen kein Erbarmen.
Sie leben in den
Matratzen. Dort
verbringen sie ihre Tage.
Doch wenn ihre Opfer
schlafen, dann ist
ihre Zeit gekommen.
Sie schleichen aus ihren
Betten, suchen sich ihre
Futterstelle und saugen.
Und ringsum verteilen
sie ihre Brut, damit es auch
ja lange so weiter geht.
Kurvig gegen kantig
Hier verläuft das Leben
eher kurviger.
Auf den Straßen wird
herumgekurvt
und herumgehupt.
Was anfangs wie das
absolute Chaos erschien,
entpuppte sich als
Einigungsprozess.
Zu Hause, da werden die
Regeln eher korrekt eingehalten,
das Fahrverhalten erscheint
geordneter, und doch ist die
Aggression in den noblen
Karossen viel angespannter,
viel aggressiver.
Trotz ständigem Hupens habe
ich hier fast nie einen
aggressiven Autofahrer erlebt.
Auch die Frauen sind
kurviger,
da gibt es eine Suppe,
später eine Hauptspeise,
und immer wieder mal
ein Kind.
So wächst der Bauch.
Zu Hause, da wird eher
auf die geregelte Ernährung
geachtet. Da gibt es
vegetarische Ernährung,
auch Veganerinnen.
Viele Frauen sind schlanker.
Trotzdem, trotz Bauch,
trotz Kurven,
die meisten Frauen
strahlen eine große
Zufriedenheit aus.
Die Zeit wird
auch kuviger gehalten.
Mal kommt man eine
halbe Stunde später,
mal eine ganze Stunde,
mal überhaupt nicht.
Die Stimmung spielt
dann eine große Rolle.
Zu Hause, da werden
Zeiten korrekt eingehalten.
Es läuft exakter ab.
Doch oftmals wird es
formal, die Einstellung
stimmt nicht.
Wenn man hier kommt,
dann ist man ganz da.
Es können dann, ganz
kurvige Sachen passieren.
eher kurviger.
Auf den Straßen wird
herumgekurvt
und herumgehupt.
Was anfangs wie das
absolute Chaos erschien,
entpuppte sich als
Einigungsprozess.
Zu Hause, da werden die
Regeln eher korrekt eingehalten,
das Fahrverhalten erscheint
geordneter, und doch ist die
Aggression in den noblen
Karossen viel angespannter,
viel aggressiver.
Trotz ständigem Hupens habe
ich hier fast nie einen
aggressiven Autofahrer erlebt.
Auch die Frauen sind
kurviger,
da gibt es eine Suppe,
später eine Hauptspeise,
und immer wieder mal
ein Kind.
So wächst der Bauch.
Zu Hause, da wird eher
auf die geregelte Ernährung
geachtet. Da gibt es
vegetarische Ernährung,
auch Veganerinnen.
Viele Frauen sind schlanker.
Trotzdem, trotz Bauch,
trotz Kurven,
die meisten Frauen
strahlen eine große
Zufriedenheit aus.
Die Zeit wird
auch kuviger gehalten.
Mal kommt man eine
halbe Stunde später,
mal eine ganze Stunde,
mal überhaupt nicht.
Die Stimmung spielt
dann eine große Rolle.
Zu Hause, da werden
Zeiten korrekt eingehalten.
Es läuft exakter ab.
Doch oftmals wird es
formal, die Einstellung
stimmt nicht.
Wenn man hier kommt,
dann ist man ganz da.
Es können dann, ganz
kurvige Sachen passieren.
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