Von Oran aus moechte ich die Umwelt erkunden.
Auf kleinen Pfaden verlasse ich den kleinen Ort.
Vorsichtig laufe ich auf , setze bedächtig meine Füsse.
Doch alle Pfade enden.
Da gibt es einen Pfad, dieser Pfad fuehrte
zu einer alten hölzernen Anlegestelle.
Dort könnte es möglich sein,
ein Einbaum oder ein anderes Boot zu besteigen,
damit den Fluss zu überqueren
oder sich zu einem Ort aufzumachen.
Doch die Anlegestelle scheint zu schlafen,
als hätte noch nie ein Boot an ihr angelegt.
Ich gehe etwas enttäuscht zurück,
suche mir einen anderen Pfad.
Über diesen Pfad gelange ich zum Amazonas.
An dieser Stelle liegen alte Fischerboote.
Sie sind mit Wasser gefüllt.
Wahrscheinlich wird dieser kleine Hafen nicht
mehr benutzt. Auch ich beginne wie die Boote
zu schlummern. Später erinnere ich mich wieder,
dass ich etwas entdecken wollte: ein Dorf, Menschen,
Urwaldtiere. Doch auch dieser zweite Pfad endete
ganz plötzlich, er endete an einer Stelle, die wie
vergessen schien. Ich raffe mich auf und suche
einen dritten Pfad. Auf ihm gelange ich über Wiesen
zum Urwald. Es wird dunkel. Auch der dritte Pfad
endet. Bald ist der Pfad zugewachsen. Ich verlasse
den Wald wieder, bin auch erleichtert, als ich wieder
die helle Wiese betrete. Der dunkle Urwald macht
mir auch Angst. Dort gibt es Tiere, die gefährlich sind,
Schlangen und anderes Getier. Ich gelange zurück ins Dorf,
setze mich unter einen Schatten und ruhe mich aus.
Es ist mein persönlicher Blog mit Erzählungen, Fotos und Gedichten zu meinen zwei Reisen durch Südamerika. Die meisten Einträge erzählen von meinen Aufenthalten in Chile, Bolivien und Peru. Ich wünsche euch viel Spass beim Entdecken.
Samstag, 7. Januar 2017
Donnerstag, 5. Januar 2017
Nachtlose Nacht
Der Tag schleicht dahin.
Die Urwälder
lagern um Fussballplätze
wie unter Schattendaechern.
So vertreiben sich
die Stunden ihre Zeit.
Pünktlich um sechs
zieht sich die Sonne zurück.
Sie nimmt den Tag mit sich.
Das Dorf hüllt sich in
Dunkelheit.
Doch das Dorf ist munter.
Menschen springen
durch verstopfte Gassen.
Huetten lärmen wie
tosende Vulkane.
Ueberall tanzt es.
Die Schläfer schrecken auf
und fallen aus den Betten.
Es ist das Fest der Jungfrau.
Und die Nacht ist nachtlos.
Die Urwälder
lagern um Fussballplätze
wie unter Schattendaechern.
So vertreiben sich
die Stunden ihre Zeit.
Pünktlich um sechs
zieht sich die Sonne zurück.
Sie nimmt den Tag mit sich.
Das Dorf hüllt sich in
Dunkelheit.
Doch das Dorf ist munter.
Menschen springen
durch verstopfte Gassen.
Huetten lärmen wie
tosende Vulkane.
Ueberall tanzt es.
Die Schläfer schrecken auf
und fallen aus den Betten.
Es ist das Fest der Jungfrau.
Und die Nacht ist nachtlos.
Mittwoch, 4. Januar 2017
Schiffe in Oran
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| Alte Boote im Abendlicht: In diesen Booten waschen gewoehnlich Frauen ihre Waesche. |
![]() |
| Mit diesem urigen Holzschiff kam ich dahingetuckert. |
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| Kinder warten auf die Abfahrt ihres Bootes in ein "nahegelegenes" Dorf. |
![]() |
| Jungs springen in den Amazonas. |
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| Diese Frau waescht die Waesche ihre Familie. In einem anderen Boot spielen Maedchen. |
Oran
Es ist ein Sonnabend, der 319 Tag der zweiten Reise. Auf einem kleinen Holzschiff bin ich auf dem Amazonas unterwegs. Der Fluss ist ein Gigant, das Schiff ein Winzling.
Eng liegen wir in Haengematten beieinander. Ein junge Frau wippt, ein Mann schauckelt sein Kind. Eine andere Frau bietet Limonade an. In grossen Abstaenden legt das Schiff an. Bootsjungen muessen schwere Saecke ein- und ausladen. Es ist nicht leicht das Schiff zu verlassen. Meist sind die Raender sehr steil. Einmal versinken die Schiffsjungen tief im Schlamm. Das Beladen wird zur Qual. Doch sie nehmen es mit Humor.
Am Nachmittag erreicht mein Schiff Oran. In diesem Ort - am Amazonas - werde ich ein paar Tage verbringen. Steil muss ich an der Uferboeschung hinauf klettern. Frauen klettern zum Schiff hinab, um Fruechte, Reis bzw. Kuchen anzubieten. Nach einer Weile tuckert das Schif- der Winzling - weiter auf dem Amazonas.
Oben gelange ich zu einem gruenen Plaza. Einige Jungendliche spielen Fussball. Andere Dorfbewohner beobachten das dahinfahrende Schiff. Auf jeder Seite des Platzes gibt es ein Lebensmittelgeschaeft.
In dem einen Laden leben Bekannte von Giesela ( - eine gute Freundin aus Iquitos ). Diese Helfen mir weiter. Ich bekomme einen Platz in ihrer kleinen Herberge. Das Zimmer ist recht klein. Doch ich habe die Moeglichkeit, meine Haengematte aufzuhaengen. So kann ich von der Liege in die Haengematte wechseln.
Spaeter gibt es ein Programm fuer Kinder. Eine Theatergruppe aus Iquitos praesentiert ein Stueck zum Umweltschutz. ( Leider gibt es ringsum sehr viele Umweltprobleme: Unmengen von Muell gelangen in den Amazonas, der Urwald wird abgeholzt, Oel gelangt in den Fluss.) Das Stueck thematisiert diese Wirklichkeit. Auch wird versucht, die Kinder dafuer zu begeistern, dass sie sich fuer ihren Wald, ihre Umwelt engagieren. Es sind wahnsinnig viele Kinder gekommen. Gebannt verfolgen sie das Theaterstueck.
Muede und erfuellt ziehe ich in mein Zimmer und schlafe fest. Es ist meine erste Nacht am Amazonas, an "meinem" Fluss.
Eng liegen wir in Haengematten beieinander. Ein junge Frau wippt, ein Mann schauckelt sein Kind. Eine andere Frau bietet Limonade an. In grossen Abstaenden legt das Schiff an. Bootsjungen muessen schwere Saecke ein- und ausladen. Es ist nicht leicht das Schiff zu verlassen. Meist sind die Raender sehr steil. Einmal versinken die Schiffsjungen tief im Schlamm. Das Beladen wird zur Qual. Doch sie nehmen es mit Humor.
Am Nachmittag erreicht mein Schiff Oran. In diesem Ort - am Amazonas - werde ich ein paar Tage verbringen. Steil muss ich an der Uferboeschung hinauf klettern. Frauen klettern zum Schiff hinab, um Fruechte, Reis bzw. Kuchen anzubieten. Nach einer Weile tuckert das Schif- der Winzling - weiter auf dem Amazonas.
Oben gelange ich zu einem gruenen Plaza. Einige Jungendliche spielen Fussball. Andere Dorfbewohner beobachten das dahinfahrende Schiff. Auf jeder Seite des Platzes gibt es ein Lebensmittelgeschaeft.
In dem einen Laden leben Bekannte von Giesela ( - eine gute Freundin aus Iquitos ). Diese Helfen mir weiter. Ich bekomme einen Platz in ihrer kleinen Herberge. Das Zimmer ist recht klein. Doch ich habe die Moeglichkeit, meine Haengematte aufzuhaengen. So kann ich von der Liege in die Haengematte wechseln.
Spaeter gibt es ein Programm fuer Kinder. Eine Theatergruppe aus Iquitos praesentiert ein Stueck zum Umweltschutz. ( Leider gibt es ringsum sehr viele Umweltprobleme: Unmengen von Muell gelangen in den Amazonas, der Urwald wird abgeholzt, Oel gelangt in den Fluss.) Das Stueck thematisiert diese Wirklichkeit. Auch wird versucht, die Kinder dafuer zu begeistern, dass sie sich fuer ihren Wald, ihre Umwelt engagieren. Es sind wahnsinnig viele Kinder gekommen. Gebannt verfolgen sie das Theaterstueck.
Muede und erfuellt ziehe ich in mein Zimmer und schlafe fest. Es ist meine erste Nacht am Amazonas, an "meinem" Fluss.
Dienstag, 3. Januar 2017
Amazonas
Es geht weiter
Immer weiter
Geradewegs
Gelange auf einen
Holzkasten
Schwankend tuckert es dahin
Eng schaukeln die
Insassen unter knarrendem
Gebälk
Die Strömung nimmt zu
Eine weitere Mündung erweckt den
Amazonas zum Leben
Es ist mein Fluss
Es ist der Fluss - den ich suche
Seit Jahren
Jahraus - jahrein
Gleich einer Nuss im
Ozean
Wir sind ein Nichts
Der Fluss ist alles
Ein König
Ein Gott
Immer weiter
Geradewegs
Gelange auf einen
Holzkasten
Schwankend tuckert es dahin
Eng schaukeln die
Insassen unter knarrendem
Gebälk
Die Strömung nimmt zu
Eine weitere Mündung erweckt den
Amazonas zum Leben
Es ist mein Fluss
Es ist der Fluss - den ich suche
Seit Jahren
Jahraus - jahrein
Gleich einer Nuss im
Ozean
Wir sind ein Nichts
Der Fluss ist alles
Ein König
Ein Gott
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