Auf ihm ist immer etwas los
Da trifft man sich
Da sitzt man auf Mauern
oder Baenken
Da lernt man sich kennen
Auf ihm gibt es Gruenes
Da sieht man sogar Blumen
Da wachsen die Baeume
gen Himmel
Da erlebt man Hecken
am Rande der Wege
Auf ihm tollen die Kinder
Da hoert man sie schreien
Da quitschen sie mit rasenden
Tretmobilen
Da kurven sie schon
wieder um die Ecke
Auf ihm gibts was zu sehen
Da klingt Musik
Da huepft ein Clown
Da finden Demonstrationen
statt
Auf ihm gibt es auch Ruhe
in der zweiten Haelfte der Nacht
und am Morgen
Da ruhen sich die Blumen
und Baeume aus
Da schlafen selbst Voegel
in den Geaesten
Da traeumt der Plaza
und trotzdem:
Auf dem Plaza
ist immer etwas los.
Es ist mein persönlicher Blog mit Erzählungen, Fotos und Gedichten zu meinen zwei Reisen durch Südamerika. Die meisten Einträge erzählen von meinen Aufenthalten in Chile, Bolivien und Peru. Ich wünsche euch viel Spass beim Entdecken.
Mittwoch, 3. Juni 2015
Freitag, 29. Mai 2015
Arbeitszeit bei Semillas
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| Der Weg ist verstaubt und steinig. |
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| Auf dem Weg trifft man auf Kinder und viele Hunde. |
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| In dieser Holzhuette arbeiten die Kinder von Semillas. |
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| Mathematik muss oft geuebt und gefestigt werden. |
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| Hier hilft Gloria einem Kind. |
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| Nachdenklich und langsam geht es voran. |
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| Oft werden auch die kleinen Geschwister mitgebracht, die auch beschaeftigt werden muessen. |
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| Manchmal gibt es auch interessante Aufgaben zum Ausschneiden und zum Basteln. |
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| Am Ende warten schon alle Kinder auf ein Spiel ab Abschluss. |
Mittwoch, 27. Mai 2015
Semillas braucht Unterstuetzung
Seit vielen Wochen arbeite ich hier in Arequipa in einem kleinen Verein. Der Verein (Semillas) kuemmert sich um Kinder in einem Armutsviertel. Das Viertel liegt ganz am Rande der Stadt auf einem Huegel und heisst Portales. In meinem Blog habe ich schon viel mit Berichten und Foltos ueber Semillas berichtet. Auch gibt es auf facebook einen link von Semillas: Nnats Semillas. Da findet ihr auch ein paar Eindruecke von der Arbeit.
Dem Verein geht es nicht gut. Es ist ein sehr kleiner Verein. Er hat kaum finazielle Mittel. In einer dunklen Kammer gibt es wenige Materialien, die zumeist in keinem guten Zustand sind. Nachmittags treffen sich die Kinde in einer Holzhuette, wo mittags ganz schlicht eine Suppenkueche stattfindet. Abends wird es schnell dunkel. dann mussen wir uns mit einer kleinen Notbeleuchtung weiter helfen.
Vielleicht hat jemand von euch Lust, dem Verein zu helfen.
1) Es werden Leute gesucht, die sich voerstellen koennen, hier eine Zeit als Voluntaer zu arbeiten.
2) Es wird Geld (Spenden) gebraucht, um die Kinder gut unterstuetzen zu koennen.
3) Es koennten auch Kontakte aufgebaut werden.
4) es werden weiterhin gute Spiel- und Bastelideen gebraucht.
Es waere ganz toll, wenn ein paar Leute Semillas unterstuetzen koennten.
Ich werde weiterhin viel in meinem Blog ueber Semillas berichten.
Wer Lust zu einer Unterstuetzung hat, schreibt mir bitte eine Email:
marohaaro@gmail.com
In Deutschland ist Hector Ansprechpartner. Er ist Peruaner und hat auch bei Semillas gearbeitet. In dem Kinderheim Casa Verde war er auch als Voluntaer taetig. Jetzt lebt er mit seiner Familie in Muenster. Seine Email lautet: hectorvara@gmx.de
Euer Stephan
Dem Verein geht es nicht gut. Es ist ein sehr kleiner Verein. Er hat kaum finazielle Mittel. In einer dunklen Kammer gibt es wenige Materialien, die zumeist in keinem guten Zustand sind. Nachmittags treffen sich die Kinde in einer Holzhuette, wo mittags ganz schlicht eine Suppenkueche stattfindet. Abends wird es schnell dunkel. dann mussen wir uns mit einer kleinen Notbeleuchtung weiter helfen.
Vielleicht hat jemand von euch Lust, dem Verein zu helfen.
1) Es werden Leute gesucht, die sich voerstellen koennen, hier eine Zeit als Voluntaer zu arbeiten.
2) Es wird Geld (Spenden) gebraucht, um die Kinder gut unterstuetzen zu koennen.
3) Es koennten auch Kontakte aufgebaut werden.
4) es werden weiterhin gute Spiel- und Bastelideen gebraucht.
Es waere ganz toll, wenn ein paar Leute Semillas unterstuetzen koennten.
Ich werde weiterhin viel in meinem Blog ueber Semillas berichten.
Wer Lust zu einer Unterstuetzung hat, schreibt mir bitte eine Email:
marohaaro@gmail.com
In Deutschland ist Hector Ansprechpartner. Er ist Peruaner und hat auch bei Semillas gearbeitet. In dem Kinderheim Casa Verde war er auch als Voluntaer taetig. Jetzt lebt er mit seiner Familie in Muenster. Seine Email lautet: hectorvara@gmx.de
Euer Stephan
Samstag, 23. Mai 2015
Chiguata 1
An einem Nachmittag habe ich frei. So mache ich mich mit einem kleinen Bus auf in die Berge. Mein Ziel ist Chiguata, eine Ortschaft in den Bergen. Dort gibt es noch etliche Tiere. Die Felder werden muehsam mit Kanaelen bewaessert, die alle mit der Hand angelegt werden muessen. Auf den Feldern wachsen ganz unterschiedliche Kulturen. Doch das Leben ist hart. Die meisten jungen Leute versuchen ihr Glueck in der Stadt zu finden.
Massageraeume, Busgedraenge und der Rausch im Stadion
Ich ziehe durch die Stadt, lasse mich treiben, von Strasse zu Strasse, von Fenster zu Fenster. Ueberall entdecke ich etwas. Unruhig fliege ich gleichsam von Bluehte zu Bluehle.
Vor einer weit geoeffneten Tuer bleibe ich neugierig stehen. Was sehe ich da? Was laesst mich halten in meinem unruhigen Lauf? Auf etlichen Liegen sind feine Herren zu sehen, die von jungen Frauen massiert werden. Manche dieser Herren tragen feine Anzuege. Was findet hier statt? Bekommen hier Angestellte aus den Bueros Entspannungsmassage? Oder habe ich es hier mit einer sektenaehnlichen Veranstaltung zu tun? Ich ueberlege hin und her. Einem Herren wird es zu bunt. Er nimmt seine Hand und gibt mir ein Zeichen. Er gibt das Zeichen, dass ich gehen soll. Wie ein kleiner Hund ziehe ich mich zurueck.
Auf der Strasse draengen sich die Busse. Die Fahrer hupen. Doch die Busse verweilen im Stau. Als ich genau hinschaue, entdecke ich Menschen die ihre Hand bewegen. Sie geben ein Zeichen, ein Zeichen, dass der Bus halten soll. Da nun unterschiedliche Menschen zu unterschiedlichen Zeiten unterschiedlichen Bussen ein Zeichen geben, kommt es zu diesem Gedraenge. Doch wer ein Zeichen gibt, kann den Bus zum Halten bringen. Manchmal halten so die Busse in kuerzesten Abstaenden. Sie fahren los und halten wieder, denn eine Hand hat ihnen ein Zeichen gegeben.
Das Gedraenge auf dieser Strasse wird mir zu gross. Ich biege ab in kleine Gassen, gelange auf eine Fussgaengerzone. Viele Menschen laufen Hand in Hand. Andere Menschen umarmen sich. Man gibt sich Zeichen mit den Haenden, Zeichen der Zuneigung. Ich merke, dass ich nicht in Deutschland bin. Irgendwie geht es hier anders zu.
Weiter treibt es mich durch die Stadt. Da hoere ich ein Laermen. Was ist da los? Warum wird es immer lauter? Ich gelange in die Naehe eines Stadions. Vor Begeisterung werden die Haende hochgerissen. Es entsteht ein unvorstellbarer Laerm. Ich halte den Laerm nicht lange aus. Langsam entferne ich mich wieder, ziehe Richtung Innenstadt.
Ziehe mich in ruhigere Kirchen zurueck. Dort beruehern Haende die Fuesse von Heiligenfiguren. Ich sehe den Menschen an, dass sie von dieser Handlung ergriffen sind. Sie scheinen neue Kraft zu bekommen. Durch ihren Koerper scheint ein Strom zu fliessen.
Ich bin verbluefft, welche Macht hier die Haende haben? Immer wieder stosse ich auf Zeichen der Haende. Und immer wieder geschieht etwas? Es ist so anders, als in meiner Heimat. Ich gehe auf die Strasse und gebe ein Zeichen. Da haelt ein Bus. Natuerlich muessen alle anderen Fahrzeuge auch stoppen. Ich steige ein und gelange Richtung Portales, meinem Viertel am Rande der Stadt.
Vor einer weit geoeffneten Tuer bleibe ich neugierig stehen. Was sehe ich da? Was laesst mich halten in meinem unruhigen Lauf? Auf etlichen Liegen sind feine Herren zu sehen, die von jungen Frauen massiert werden. Manche dieser Herren tragen feine Anzuege. Was findet hier statt? Bekommen hier Angestellte aus den Bueros Entspannungsmassage? Oder habe ich es hier mit einer sektenaehnlichen Veranstaltung zu tun? Ich ueberlege hin und her. Einem Herren wird es zu bunt. Er nimmt seine Hand und gibt mir ein Zeichen. Er gibt das Zeichen, dass ich gehen soll. Wie ein kleiner Hund ziehe ich mich zurueck.
Auf der Strasse draengen sich die Busse. Die Fahrer hupen. Doch die Busse verweilen im Stau. Als ich genau hinschaue, entdecke ich Menschen die ihre Hand bewegen. Sie geben ein Zeichen, ein Zeichen, dass der Bus halten soll. Da nun unterschiedliche Menschen zu unterschiedlichen Zeiten unterschiedlichen Bussen ein Zeichen geben, kommt es zu diesem Gedraenge. Doch wer ein Zeichen gibt, kann den Bus zum Halten bringen. Manchmal halten so die Busse in kuerzesten Abstaenden. Sie fahren los und halten wieder, denn eine Hand hat ihnen ein Zeichen gegeben.
Das Gedraenge auf dieser Strasse wird mir zu gross. Ich biege ab in kleine Gassen, gelange auf eine Fussgaengerzone. Viele Menschen laufen Hand in Hand. Andere Menschen umarmen sich. Man gibt sich Zeichen mit den Haenden, Zeichen der Zuneigung. Ich merke, dass ich nicht in Deutschland bin. Irgendwie geht es hier anders zu.
Weiter treibt es mich durch die Stadt. Da hoere ich ein Laermen. Was ist da los? Warum wird es immer lauter? Ich gelange in die Naehe eines Stadions. Vor Begeisterung werden die Haende hochgerissen. Es entsteht ein unvorstellbarer Laerm. Ich halte den Laerm nicht lange aus. Langsam entferne ich mich wieder, ziehe Richtung Innenstadt.
Ziehe mich in ruhigere Kirchen zurueck. Dort beruehern Haende die Fuesse von Heiligenfiguren. Ich sehe den Menschen an, dass sie von dieser Handlung ergriffen sind. Sie scheinen neue Kraft zu bekommen. Durch ihren Koerper scheint ein Strom zu fliessen.
Ich bin verbluefft, welche Macht hier die Haende haben? Immer wieder stosse ich auf Zeichen der Haende. Und immer wieder geschieht etwas? Es ist so anders, als in meiner Heimat. Ich gehe auf die Strasse und gebe ein Zeichen. Da haelt ein Bus. Natuerlich muessen alle anderen Fahrzeuge auch stoppen. Ich steige ein und gelange Richtung Portales, meinem Viertel am Rande der Stadt.
Dienstag, 19. Mai 2015
"Du kuemmerst dich bitte um die Eier"
Letzte Sonnabend unternahmen wir mit den Kindern von Semillas einen Ausflug in den Zoologischen Garten. Davor trafen sich die Mitarbeiter: Andrea, Paul und ich, um alles zu planen. Wir besprachen gemeinsam die Einzelheiten dieser Unternehmung. Irgendwann wurde es auch fuer mich konkret, als mich Andrea darum bat: "Du kuemmerst dich bitte um die Eier".
Sofort wurde ich wachgeruettelt. Was sollte ich, mich um die Eier kuemmern? Als ich genau nachfragen konnte, war unsere Besprechung schon zu ende. Doch was sollte ich mit den Eiern anstellen? Sollte ich sie kochen? Sollte ich sie braten? Wusste Andrea denn nicht, dass ich ein Junggeselle bin, dass ich ganz sellten koche. Auch mit Eiern hatte ich keine Erfahrung. In mir kamen Bilder hoch. Wie mein armer Onkel Hermann, der auch Junggeselle war, der auch nicht kochte, zu seiner Verabschiedung Eier braten sollte. Der arme Mann tat mir leid. Doch nun war ich in der gleichen Situation. Ich sollte mich um die Eiern kuemmern. Und wie wuerde es aussehen, wenn der weitgereiste Voluntaer sich nicht mal um die Eier kuemmern konnte. Meine Gedanken gingen hin und her. Waren vielleicht sogar andere Eier gemeint. Etwa harte Plastikeier, die man im Zoologischen Garten benoetigt. Doch fuer was? Wofuer benoetigte eine Kindergruppe Plastikeier im Park der Tiere? Ich kam nicht weiter.
Mein Abend war gestoert. Immer wieder musste ich an die Eier denken, und an meine Aufgabe: Du kuemmerst dich bitte um die Eier." Mir war echt nicht wohl dabei, wieder mal nur die Haelfte verstanden zu haben. Wenn konnte ich nun fragen. Die Mitarbeiter befanden sich auf dem Heimweg. Oder wen konnte ich um Hilfe bitten bei der Zubereitung von Eiern.
In meinem Kopf ueberlagerten sich die Bilder: hartes Ei, Spiegelei, Rueherei, Plastikei. Dieser Kreislauf machte mich unfaehig zu denken. In letzter Not stoppte ich dieses innere Umherkreisen der Bilder. Ich nahm all meinen Mut zusammen und sagte stopp. Zum Glueck funktionierte es.
Ich begann von vorn. Was heisst eigentlich Ei auf Spanisch: huevo. Gibt es ein aehnliches Wort? Ich nahm das Woerterbuch. Das Wort uevo wuerde ja genauso gesprochen werden. Ich blaetterte im Buch. Doch das Wort uevo gab es nicht.
Dann ueberlegte ich, ob diese Aufgabe mit mir etwas zu tun hatte. Immer wieder mal hatte ich mit den Kindern gebastelt und gespielt, hebe einige neue Ideen eingebracht. Ich schaute auch dafuer im Woerterbuch nach. Basteln heisst: hacer bricolaje. Nein, dass konnte es auch nicht sein. Und was hiess spielen: jugar. Das konnte es auch nicht sein. Daneben entdeckte ich das Substantiv: juego. Oh, das konnte es sein. Es wird ja im Spanischen recht aehnlich ausgesprochen. Mein Kopf beruhigte sich langsam, und auch mein Herz. Ja, das musste es sein. Ich sollte mich um Spiele kuemmern. So konnte es gewesen sein. Ein moeglicher Satz formte sich in meinem Gehirn: "Stephan, puedo preparar juegos, por favor." (Stephan, kannst du bitte Spiele vorbereiten.) Langsam kehrte eine gewisse Lebensfreude zurueck. Diese Aufgabe war auch fuer mich zu loesen.
Sofort wurde ich wachgeruettelt. Was sollte ich, mich um die Eier kuemmern? Als ich genau nachfragen konnte, war unsere Besprechung schon zu ende. Doch was sollte ich mit den Eiern anstellen? Sollte ich sie kochen? Sollte ich sie braten? Wusste Andrea denn nicht, dass ich ein Junggeselle bin, dass ich ganz sellten koche. Auch mit Eiern hatte ich keine Erfahrung. In mir kamen Bilder hoch. Wie mein armer Onkel Hermann, der auch Junggeselle war, der auch nicht kochte, zu seiner Verabschiedung Eier braten sollte. Der arme Mann tat mir leid. Doch nun war ich in der gleichen Situation. Ich sollte mich um die Eiern kuemmern. Und wie wuerde es aussehen, wenn der weitgereiste Voluntaer sich nicht mal um die Eier kuemmern konnte. Meine Gedanken gingen hin und her. Waren vielleicht sogar andere Eier gemeint. Etwa harte Plastikeier, die man im Zoologischen Garten benoetigt. Doch fuer was? Wofuer benoetigte eine Kindergruppe Plastikeier im Park der Tiere? Ich kam nicht weiter.
Mein Abend war gestoert. Immer wieder musste ich an die Eier denken, und an meine Aufgabe: Du kuemmerst dich bitte um die Eier." Mir war echt nicht wohl dabei, wieder mal nur die Haelfte verstanden zu haben. Wenn konnte ich nun fragen. Die Mitarbeiter befanden sich auf dem Heimweg. Oder wen konnte ich um Hilfe bitten bei der Zubereitung von Eiern.
In meinem Kopf ueberlagerten sich die Bilder: hartes Ei, Spiegelei, Rueherei, Plastikei. Dieser Kreislauf machte mich unfaehig zu denken. In letzter Not stoppte ich dieses innere Umherkreisen der Bilder. Ich nahm all meinen Mut zusammen und sagte stopp. Zum Glueck funktionierte es.
Ich begann von vorn. Was heisst eigentlich Ei auf Spanisch: huevo. Gibt es ein aehnliches Wort? Ich nahm das Woerterbuch. Das Wort uevo wuerde ja genauso gesprochen werden. Ich blaetterte im Buch. Doch das Wort uevo gab es nicht.
Dann ueberlegte ich, ob diese Aufgabe mit mir etwas zu tun hatte. Immer wieder mal hatte ich mit den Kindern gebastelt und gespielt, hebe einige neue Ideen eingebracht. Ich schaute auch dafuer im Woerterbuch nach. Basteln heisst: hacer bricolaje. Nein, dass konnte es auch nicht sein. Und was hiess spielen: jugar. Das konnte es auch nicht sein. Daneben entdeckte ich das Substantiv: juego. Oh, das konnte es sein. Es wird ja im Spanischen recht aehnlich ausgesprochen. Mein Kopf beruhigte sich langsam, und auch mein Herz. Ja, das musste es sein. Ich sollte mich um Spiele kuemmern. So konnte es gewesen sein. Ein moeglicher Satz formte sich in meinem Gehirn: "Stephan, puedo preparar juegos, por favor." (Stephan, kannst du bitte Spiele vorbereiten.) Langsam kehrte eine gewisse Lebensfreude zurueck. Diese Aufgabe war auch fuer mich zu loesen.
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